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Inhaltsverzeichnis Papst ebnet den Weg zur Genmanipulation
Papst ebnet den Weg zur Genmanipulation Papst Johannes Paul II. zeigt sein wahres Gesicht: Mit verharmlosendem
Wischiwaschi lässt er den Weg der Gentechnik ebnen. Schon im Sommer 2003
pfiffen es die römischen Spatzen von den Dächern: Im Vatikan wird eine -
überwiegend positive - Stellungnahme zur Gentechnik vorbereitet. Im Januar
2004 breitete dann der "Biotechnik-Experte" des Vatikans, Bischof
Sgreccia, die Grundzüge des bevorstehenden Dokuments aus - in einem Interview
mit der katholischen Bildpost. Einige Kostproben: "Das Problem ist, dass es
eine exakte Information in der Öffentlichkeit über genmanipulierte
Lebensmittel geben müsste." Klingt scheinbar gut -könnte aber genauso gut
von einem Vertreter eines Gentechnik-Konzerns gesagt werden: Informiert die
Leute nur entsprechend - dann werden sie es schon einsehen
..."Emotionalität und ideologische Manöver rund um dieses Thema herum
müssen durch mehr Kenntnis und Bewusstseinsbildung abgebaut werden." Auch
das ist der Originalton der Gen-Multis: Wer dagegen ist, ist
"emotional" - man kann ihn deshalb nicht ernst nehmen. "Bevor ein
Produkt auf den Markt kommt, muss es auf seine Umweltschädlichkeit hin geprüft
und erst am Tier ausprobiert worden sein." Dass der Vatikan Tierversuche
befürwortet, war ja klar. Aber kein Wort darüber, dass nur Langzeitversuche
über viele Jahre und Jahrzehnte klären könnten, welche Auswirkungen
genmanipulierte Nahrung langfristig auf Tier und Mensch haben können.
"Wenn man ganz ohne Risiko leben will, dann kann man sich auch nicht auf
die Straße wagen." Verharmlosung pur! Vor allem, wenn man bedenkt, dass
das Risiko ja sehr ungleich verteilt ist: Die Konzerne sahnen ab, ökologisch
wirtschaftende Bauern stehen vor dem Bankrott, wenn in ihrem Feld sich durch
Wind oder Insekten genmanipuliertes Saatgut ausbreitet. "Ich sehe eine
Koexistenz beider Produktions-Formen voraus und ein Zusammenleben traditioneller
Kulturen und gentechnisch manipulierter Kulturen, ohne dass die eine die andere
bedroht." Gerade das ist ja die Frage, ob das überhaupt gehen wird: Wenn
die Gentechnik sich flächendeckend in der Landschaft breit macht, wird
ökologischer Landbau durch den kaum mehr aufzuhaltenden Gentransfer über kurz
oder lang unmöglich. Das scheint den Vatikan aber nicht zu stören. "Als
die Kartoffel nach Europa kam, wollte keiner Kartoffeln anbauen... Dann kam eine
Hungersnot und die Kartoffel rettete Europa." Will heißen: Vielleicht
rettet uns die Gentechnik vor dem Hungertod. Dabei ist längst erwiesen, dass
der Hunger in der Welt ein soziales und kein technologisches Problem ist.
"Die katholische Position besagt, dass der Mensch der Bezugspunkt ist und
somit das Recht hat, über alle Formen des Lebens zu bestimmen, deren Verwalter
und begünstigter Empfänger er ist. ... Der Mensch ist autorisiert,
Modifizierungen an Pflanzen und Tieren vorzunehmen, wenn die Vernunft ihm
eingibt, dass es dem Wohl der Menschheit dient." Alle wortreichen
Einschränkungen (Gentechnik muss gekennzeichnet werden; sie darf nicht die
Umwelt und die Menschen schädigen usw.) sind nichts als hohle Phrasen: Hier
wird unmissverständlich grünes Licht für einen breitflächige Gentechnik
gegeben. Denn was "die Vernunft eingibt" und was machbar ist, das
bestimmen allemal diejenigen, die Geld und Macht auf ihrer Seite haben. Und auf
dieser Seite steht seit fast 2000 Jahren auch die Kirche. Es wäre einmal
interessant zu erfahren, ob der Vatikan auch Aktien in Gentechnik-Konzernen
besitzt?!
Rundfunkgebühren "Warum müssen ausgerechnet die atheistischsten Gebührenzahler
Deutschlands für die Unterhaltung des Vatikans aufkommen?" - so fragte
entgeistert ein "Insider" des Mitteldeutschen Rundfunks laut einem
Zeitungsbericht der Welt (5.9.03).Der MDR ist tief in die roten Zahlen gerutscht
- doch zum 25. Dienstjubiläum des Papstes musste "natürlich" wieder
das ganze Orchester der mitteldeutschen Rundfunkanstalt nach Rom fliegen, um dem
Jubilar ein standesgemäßes "Ständchen" zu bringen - in Form von
Beethovens Neunter. Dies ist keineswegs die erste Reise dieses Klangkörpers in
den Vatikan - doch die Kosten der aufwändigen Gratulationstouren trug und
trägt immer nur einer: der Gebührenzahler, also jeder mitteldeutsche
Fernsehzuschauer und Radiohörer. Übrigens: Als wir beim MDR anfragten, um die
genauen Kosten der Reise zu erfahren, wurde uns diese Auskunft verweigert. Wo
bleibt die Transparenz für den Bürger?
KRAKAU - Wer in Krakau während der Pilgerreise von Johannes Paul II. Lust auf ein kühles Bier, ein Glas Wein oder gar einen Wodka hat , muss sich rechtzeitig mit promillehaltigen Vorräten eindecken. Die städtischen Behörden haben nämlich für die Zeit des
päpstlichen Besuchs vom 16. bis zum 19. August ein Alkoholverbot angeordnet.
Schon Stunden ehe der Papst auf dem Krakauer Flughafen Balice Heimatboden
betritt, dürfen in den Krakauer Geschäften keine alkoholhaltigen Getränke
mehr verkauft werden.
Noch immer gibt es Zweifel am Tod zweier Schweizergardisten Die
Schweizergardisten Cédric Tornay und Alois Estermann Die Vatikan-Connection -
Giuseppe Ferraras Film über "Die Banker Gottes" Es ist der Abend des
4. Mai 1998, kurz nach 21 Uhr. Tatort: Vatikan. Unweit der Gemächer des Papstes
werden drei Leichen gefunden. Ein Schweizergardist soll seinen Vorgesetzten und
dessen Frau getötet haben. Danach begeht er angeblich Selbstmord. Das
vermeintliche Motiv des 23-jährigen Cédric Tornay: Rache für eine verweigerte
Auszeichnung durch seinen Kommandanten Alois Estermann. Soweit die Version, die
der Vatikan nur wenige Stunden nach der Tat präsentierte. Zwei Tage später
bekräftigt Vatikan-Sprecher Joaquin Navarro-Valls diese Lesart noch einmal:
"Es war ein Anfall von Wahnsinn. Die Tat einer gestörten Persönlichkeit,
die auffallen wollte, die unter ungenügender Anerkennung gelitten hat."
"Die Drahtzieher sind unerkannt" Luc Brossollet Internetseite Vatikan
Doch schon bald kommen Zweifel auf. Vier Gläser sollen auf dem Tisch gestanden
haben - gab es einen vierten Mann? Wieso hat niemand Schüsse gehört? Es wurde
sogar der Verdacht laut, dass der Vatikan vertuscht, Beweise gefälscht oder gar
gelogen haben soll. In ihrem in Italien erschienenen Buch "Assassinati in
Vaticano" ("Ermordet im Vatikan") behaupten die beiden
französische Juristen Jacques Vergès und Luc Brossollet, der vermeintliche
Mörder sei selbst ermordet worden. Im Auftrag der Mutter von Cédric Tornay
sollen sie Licht ins Dunkel der Affäre bringen. Für Luc Brossollet handelt es
sich eindeutig um ein Komplott. "Die Drahtzieher und Mörder sind bisher
noch unerkannt", sagt er. Man müsse befürchten, dass sie immer noch frei
herumlaufen, sich im Vatikan befinden würden. "Wir sind sicher, dass
Cédric ermordet wurde und die Estermanns auch", meint Brossollet.
"Der vermeintliche Mörder ist also selbst ein Opfer." Um die Unschuld
Tornays zu belegen, haben die Anwälte zahlreiche Beweise vorgelegt. Unter
anderem eine Kugel, die intakt ist, die keinerlei Schürf- und Druckstellen
aufweist: "Sie muss, wenn sie die Mordkugel sein soll, Schockspuren
tragen", erklärt Luc Brossollet. "Aber diese Kugel zumindest hat
keinerlei schweres Hindernis durchlaufen." Ausgeschlagene Zähne
Abschiedsbrief von Tornay Weltliteratur auf dem Index - Ein Blick in die
geheimen Archive des Vatikans Die vatikanische Version des Selbstmords mit
gesenktem Haupt haben Schweizer Experten inzwischen ebenso widerlegt wie den
Schussverlauf. Hätte sich Tornay auf diese Weise erschossen, hätte die Kugel
die beiden Halswirbelknochen in Splitter aufgelöst. Das war aber nicht der
Fall. Eine zweite Autopsie zeigt: Tornays Kopf muss im Moment des Schusses nach
hinten gelehnt gewesen sein. Und noch ein Indiz spricht laut Brossollet gegen
den Selbstmord: "Das in der Lunge gefundene Blut stammt vom Bruch des
Felsenbeins an der Schläfe", sagt er. Für Brossollet ein Beweis, dass
Cédric zuerst niedergeschlagen und dann erschossen wurde, dass er bereits im
Koma lag, als er geschossen haben soll. "Außerdem deuten ausgeschlagene
Zähne darauf hin, dass die Waffe ihm mit Gewalt in den Mund gesteckt worden
ist", sagt der Anwalt. "Es ist also mehr als sicher, dass die Theorie
des Vatikans nicht der Wahrheit entspricht." Auch der Abschiedsbrief
Cédric Tornays ist einem Gutachten zufolge eine Fälschung. Dafür sprechen
viele Indizien. So hat Tornay nie von "Le pape", also vom Papst,
sondern immer vom Heiligen Vater gesprochen. Außerdem verabschiedet er sich am
Ende des Briefes von seinen Schwestern und seinem Vater, vergisst aber seine
Verlobte und seine Halbbrüder. Und von deren Existenz, so Brossollet, habe
niemand im Vatikan gewusst. Der Rest ist Schweigen Literaturagentin Monika
Lustig Schwere Vorwürfe, denen der Vatikan entgegentreten müsste. Doch die
einzige Reaktion bis heute ist ein Untersuchungsbericht neun Monate nach der
Tat, der die erste These vom Selbstmord Tornays bestätigt. Der Rest ist
Schweigen. Nach den öffentlichen Vorwürfen der Anwälte vor wenigen Tagen
räumte man zwar ein, ungeklärten Fragen nachzugehen - doch bisher tat sich
nichts. Auch Kulturzeit hat auf Interviewanfragen eine Absage erhalten. Sollte
die vatikanische Theorie eines Rachemordes also eine Lüge sein? Soll von
angeblichen Mafiakontakten der Schweizergardisten, illegalen Geld- und
Waffengeschäften Estermanns und seiner Frau sowie deren Mitgliedschaft im Opus
Dei abgelenkt werden? Geistliche, die anonym bleiben wollen, bestätigen dies in
ihrem Buch "Bugie di sangue in Vaticano" ("Blutlügen im
Vatikan"). Die Literaturagentin des Verlags, Monika Lustig, spricht
stellvertretend: "Eine maßgebliche Rolle wird der seit Jahrzehnten
schwelende und zum Teil ausgetragene Machtkampf zwischen Opus Dei und den
Geheimlogen im Vatikan gespielt haben", mutmaßt sie. Estermann und Tornay
hätten da im Wege gestanden. "Tornay, das hatte er seiner Mutter
anvertraut, hatte zusammen mit zwei Kollegen aus der Schweizer Garde schon vor
Zeiten eine Untersuchung über die Präsenz des Opus Dei im Vatikan
begonnen." Machtstreben und Erpressung Foto von Cédric Tornay
Vatikan-Bücher bei KAOS Edizioni Wurde das dem jungen Schweizergardisten zum
Verhängnis? Ist der Opus Dei-nahe Estermann den zahlreichen Geheimlogen zu
schnell zu mächtig geworden? Es bleibt bei Spekulationen, endgültige Beweise
gibt es nicht. Doch ein Insiderbericht des inzwischen verstorbenen Prälaten
Luigi Marinelli über Machtstreben und Erpressung im Umfeld des Heiligen Stuhls
bringt totalitäre Umgangsformen und mafiose Machenschaften im Vatikan an den
Tag. Marinelli war Mitautor des Enthüllungsbuchs "Via col vento in
Vaticano" - wörtlich übersetzt "Vom Winde verweht im Vatikan",
auf Deutsch erschienen unter dem Titel "Wir klagen an: zwanzig römische
Prälaten über die dunklen Seiten des Vatikans". Sein Urteil ist hart:
"Karrieristen und Freimaurer, wo man nur hinschaut im Vatikan. Das dürfen
wir nicht länger hinnehmen." Der Vatikan schweigt. Und das hat Tradition.
Selbst das Attentat auf Papst Johannes Paul II. 1981 und nicht zuletzt der
spektakuläre Mord am Bankier Gottes, Roberto Calvi, wurden nie endgültig
aufgeklärt. Der Vatikan wirkt wie sein eigener Souverän, der seine eigenen
Gesetze macht. Kontroll- und Beschwerdeinstanzen scheinen nicht zu existieren,
Mitbestimmung ist nicht vorgesehen, nur Gnade und Gehorsam. Von einem weltlichen
Rechtsstaat ist der Vatikan weit entfernt, findet auch Luc Brossollet: "Das
Justizsystem des Vatikans ist alles andere als demokratisch. Man macht und
erlässt Gesetze im Namen Gottes und eben nicht im Namen des Volkes. Und um das
zu machen, bedient man sich eines alten Codes, dem faschistischen Code aus der
Zeit Mussolinis, der immer noch in Kraft ist." Er fordert den Vatikan auf,
den Fall neu aufzurollen und eine unabhängige Untersuchung des Mordfalles
Estermann außerhalb des Vatikans zu veranlassen. Denn bisher gab es weder einen
Prozess im Mordfall Estermann noch hat man die italienischen Behörden
eingeschaltet. Weigert sich der Vatikan weiterhin, wollen sich die Mutter des
Schweizergardisten und die Anwälte an die Schweizer Justiz wenden.
Bluttat im Vatikan: Fall wird neu untersucht Rom/Martigny - Fast vier Jahre nach der Bluttat bei der Schweizergarde im
Vatikan versuchen zwei französische Anwälte den Papst um die Wiederaufnahme
der Untersuchung. Im Fall einer Ablehnung müsste sich die Schweiz mit dem
Dossier befassen. Gemäss offizieller Version des Vatikans erschoss der
23-jährige Walliser Gardist Cedric Tornay am 4. Mai 1998 den wenige Stunden
zuvor ernannten Gardekommandanten Alois Estermann und dessen Frau in ihrer
Wohnung. Danach richtete er sich selbst. Er sei rasend gewesen, weil Estermann
ihm eine Auszeichnung verweigert habe. Gemäss den Anwälten sei die ganze
Untersuchung darauf ausgerichtet gewesen, die Schuld Tornays zu beweisen, ohne
dass andere Spuren verfolgt worden seien. Die Untersuchung durch die
vatikanische Justiz sei «nicht einmal so gut wie die eines guten Amateurs».
Deshalb haben die Anwälte beim Papst ein Gesuch um die Wiederaufnahme der
Untersuchung eingereicht. Ihre Anfrage untermauern die beiden Anwälte mit
Gutachten zu gerichtsmedizinischen Untersuchungen der Leiche Tornays in der
Schweiz und zu ballistischen Versuchen. Diese kommen zu anderen
Schlussfolgerungen als die Gutachten des Vatikans. Für die beiden Anwälte gibt
es keinen Zweifel, dass Tornay ermordet worden ist. Die Anwälte hoffen nun auf
eine Antwort des Papstes in etwa einem Monat. Falls diese Frist verstreicht,
wollen sie bei der Schweizer Justiz Klage einreichen.
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