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Dieser Bereich informiert über die Auswirkungen einer machtorientierten Kirchenlehre auf die Persönlichkeit der Kirchenvertreter und deren Abhängige.
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Inhalt |
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• Seltsame Seligsprechung • Neuer Beichtstuhl gegen Triebtäter • Katholiken leiden häufiger unter Zwangsneurosen • Pfarrer flüchten in die Sucht • Bis zu zehn Prozent der Pfarrer sind suchtkrank • Studie: Hochburg der Selbstmörder • Das "Jerusalem-Syndrom" • Neueste Meldung von den Philippinen
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Seltsame Seligsprechung |
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Schatten über Mutter Theresa Auf dem Petersplatz fallen Nonnen in Ohnmacht, der Vatikan bringt eine Sondermarke heraus, fast alle Medien der Welt stimmen in den Jubelchor ein - über die Schattenseiten der kürzlich "selig" gesprochenen Mutter Theresa berichten nur sehr wenige. Allenfalls wurde in einigen Zeitungen noch erwähnt, dass das angebliche "Wunder", das für eine vatikanische Seligsprechung notwendig ist, auf höchst umstrittenen Daten beruht. Indische Mediziner geben an, die angeblich durch ein "Wunder" von einem Tumor genesene 30-jährige Inderin sei in Wirklichkeit durch durchaus weltliche Medikamente geheilt worden. Das Konstruieren von "Wundern" mag man noch als katholischen "Spleen" belächeln, der ansonsten niemandem schadet. Doch was ist mit den hygienischen Zuständen in den Häusern der Missionarinnen der Nächstenliebe, wie Theresas Nonnen genannt werden? Die Süddeutsche Zeitung erwähnt zumindest, dass sie laut "Kritikern" als "katastrophal" bezeichnet wurden. Konkreteres findet sich in der Frankfurter Rundschau, wo die Historikerin Marianne Sammer zitiert wird: "Es ist allgemein bekannt, dass Mutter Theresa sich zwar ein Krankenhaus zur Verfügung stellen ließ, aber den Fahrstuhl darin verhinderte, dass sie professionelle medizinische Geräte, die vielen Patienten Besserung oder vielleicht sogar Heilung verschaffen könnten, in ihren Sterbe- und Krankenhäusern nicht zuließ, dass die Schwestern beim Waschen von Leprakranken keine Handschuhe tragen durften, dass sie nicht-desinfizierte Spritzennadeln so oft verwendeten, bis sie stumpf waren, dass sie in einem neu für sie bereitgestellten Heim die Teppichböden herausrissen und die Möbel zerschlugen." Als die englische Zeitung Guardian bereits 1994 die Zustände in Theresas Häusern als "organisierte Form der unterlassenen Hilfeleistung" bezeichnete, erntete sie Entrüstung von offizieller katholischer Seite. Doch Zeugen berichten tatsächlich, dass Patienten mit ansteckenden Krankheiten nicht isoliert wurden,' oder dass man z.B. einen 15-jährigen Jungen lieber sterben ließ, als ihn an ein anderes Krankenhaus zu überweisen, wo es bessere Medikamente gegeben hätte. Das eigentlich Schlimme daran ist jedoch: Es scheint sich nicht um einzelne "Ausrutscher" zu handeln - sondern es schient Methode zu haben. Der albanischen Nonne aus Skopje ging es darum, die Sterbenden von den Straßen Kalkuttas aufzulesen, sie zu waschen und sie beim Sterben zu begleiten - eine durchaus löbliche Tat. . Und es ist mehr als fraglich, ob es inzwischen das Ziel ihres Ordens ist. Dagegen spricht schon die fast fanatische Maxime der Armut, die sie ihren Nonnen auferlegt hat: Sie dürfen nicht nur nichts Persönliches besitzen, sie dürfen sich auch bei ihrer Arbeit für den Nächsten so gut wie keiner Hilfsmittel bedienen, weder einer Waschmaschine noch eines Computers. Eine ehemalige Nonne berichtete, dass sie. sich sie sich beim Gebet mit scharfkantigen Ketten peinigen und des nachts mit Stricken peitschen musste - vom Schlafentzug ganz zu schweigen. Patienten in Teresas Einrichtungen erhalten des öfteren keine Schmerzmittel, auch bei kleineren Operationen nicht, und werden dann mit dem Hinweis abgespeist, durch das Leid kämen sie Gott näher (Stern, 17,9.98). Dabei verfügt der Orden inzwischen über Unsummen von Spenden-Geldern - von dem aber niemand weiß, in welche Kanäle es geflossen ist und wie viel davon bei den Annen wirklich ankommt. Ein guter Teil des Geldes scheint in die Ausschmückung von Kirchen oder in weltweite Kampagnen gegen die Abtreibung und gegen jede Art von Verhütungsmitteln geflossen zu sein - die Lieblingsthemen von Mutter Theresa. Oder es ist einfach auf den Konten der Vatikanbank gelandet - die einzelnen Filialen in 123 Ländern jedenfalls sind nach einer kurzen Phase der Anschub-Finanzierung strikt gehalten, sich die für ihren Betrieb nötigen Geldmittel und Sachspenden unabhängig von der Zentrale selbst zu erbetteln. Was diese mit Erfolg auch tun - die "Missionarinnen der Nächstenliebe" sind bekannt dafür, dass sie grundsätzlich nichts bezahlen: weder in der Straßenbahn noch im Supermarkt. Es ist ja alles für einen guten Zweck ... Einmal soll Teresa selbst an der Kasse eines Supermarkts in London so lange herumgeschrieen haben, es sei doch für Gottes Werk, bis ein Geschäftsmann aus der Warteschlange ihre Rechnung über 500 Pfund mit bezahlte. Schlimmer noch sind andere Vorwürfe, die gegen den Orden erhoben und bis heute nicht entkräftet sind: Von einzelnen indischen Ordenshäusern wurden angebliche Waisenkinder auf dubiosen Wegen zur Adoption nach Deutschland vermittelt. Nach einigen Jahren stelle sich heraus, dass mindestens ein Elternteil noch lebte und die Unterlagen schlichtweg gefälscht worden waren. Die Motivation für solche Machenschaften muss nicht einmal Geldgier sein - es kann sich auch um katholischen Fanatismus handeln: Kinder von hinduistischen Eltern werden auf diese Weise in Katholiken verwandelt, ihre Seelen gerettet... Doch es geht offenbar noch schlimmer: Die dänische Zeitung Politiken berichtete über polizeiliche Ermittlungen in Patna im indischen Staate Bihar, wonach Mädchen eines Ordenshauses zeitweise zur Prostitution vermittelt wurden ... Statt solche Vorkommnisse und Vorwürfe zu klären, hat man Mutter Theresa in Rekordzeit selig gesprochen - und fast alle Welt klatscht Beifall. Will sie betrogen sein? Weshalb durchschaut sie nicht die doppelte Moral einer Frau, die kurz vor ihrem Tod erst Wochen lang durch Irland führ, um gegen die Einführung der Scheidung im letzten Land Europas zu kämpfen - und kurz darauf der Scheidung ihrer "Freundin" Prinzessin Diana Beifall spendete, weil die Ehe ja ohnehin gescheitert sei? Und selbst wenn die sorgsam aufgebaute "Ikone der Nächstenliebe" (so der Papst) wirklich lupenrein wäre: Weshalb stellt niemand die Frage, welche Konsequenzen dies für die Kirche haben müsste? Wenn die Armut und der Verzicht so heiligmäßig und lobenswert sind - weshalb ist dann die Kirche so reich? Wer dies nicht hinterfragt, für den lautet die Botschaft der Seligsprechung Mutter Theresas: Die Kirche bleibt, wie sie ist - und ihr dürft dafür bezahlen! (Mahnmal aktuell, Ausgabe 4/2003)
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Neuer Beichtstuhl gegen Triebtäter |
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Beichte im Glashaus London (rpo). In England wird ab sofort vor Zeugen gebeichtet. Die können zwar durch die schalldichten Glaswände der neu konstruierten Beichtstühle nichts hören, etwaigen Missbrauch aber sofort erspähen. Mit der Anonymität der reuigen Sünder ist es allerdings ebenfalls vorbei. Nach mehreren Fällen von Kindesmissbrauch führt die Kirche den gläsernen Beichtstuhl ein. In Plymouth, Nottingham, Liverpool, Cardiff und London sind die neuen Glaskabinen schon in Betrieb. Da sie absolut schalldicht sein müssen, kosten sie etwa 1600 Euro, berichtete am Dienstag die "Times Der gläserne Beichtstuhl war der Kirche im vergangenen Jahr von einer Kommission unter dem Vorsitz von Lord Nolan empfohlen worden. Die Kommission hatte ihre Vorschläge erarbeitet, nachdem von 1995 bis 1999 21 von insgesamt 5600 katholischen Priestern in England und Wales wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern verurteilt worden waren. In vielen Gemeinden verzichten die Priester schon länger auf Kinderbeichten in den alten hölzernen Beichtstühlen mit Vorhängen. Nicht jeder ist damit einverstanden, dass nun auch Erwachsene ihre Anonymität beim Empfang des Beichtsakraments preisgeben sollen. "Die neuen (Beichtstühle) machen Leute sichtbar, obwohl sie vielleicht nicht wollen, dass es bekannt wird, dass sie zur Beichte gehen", sagte Bruder Kit Cunningham, ein Priester aus London. Monsignore Robert Draper, Generalvikar in Plymouth, dagegen meint: "Die meisten Leute haben nichts dagegen, gesehen zu werden." Sie könnten in den "hellen und geräumigen" neuen Beichtstühlen viel besser ihr Gewissen erleichtern. (NGZ-Online 13.08.2002).
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Katholiken leiden häufiger unter Zwangsneurosen |
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London, 30. Mai 2002. Gläubige Katholiken leiden einer Studie zufolge häufiger unter Zwangsneurosen als weniger religiöse Menschen. Demnach sind Menschen, die in einem tiefgläubigen Umfeld aufgewachsen sind, öfter von dieser Störung betroffen, berichtete BBC online am Donnerstag unter Berufung auf eine Untersuchung der Universität Parma. "Als Religion betont der Katholizismus die persönliche Schuld des Gläubigen", sagte der Psychiater Ian Hancock. Ein solcher Einfluss könne verstärkend auf jemanden wirken, der ohnehin schon sehr anfällig dafür ist, sich ständig für alles die Schuld zu geben". Die Forscher betonen, ihre Studie beweise nicht, das religiöse Erziehung von Kindern später zu Zwangsneurosen führen könne. Es sei ebenso möglich, dass Neurotiker sich von einer religiösen Lebensweise angesprochen fühlten. (Frankfurter Rundschau, 30.05.2002)
Eine veräußerlichte und an kultische Handlungen orientierte Kirche kann ihren Anhängern keine Lösung ihrer Probleme bringen, denn durch einen Zauberspruch am Altar lassen sich diese nicht wegreden.
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Pfarrer flüchten in die Sucht |
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Ein Psychiater und Psychotherapeut schätzt, dass von den 20.000 katholischen Priestern rund 25.000 evangelischen Pfarrern 3500 bis 4500 alkohol- oder tablettenabhängig sind. Selbst Bischöfe und Ordensleute seien betroffen, ergänzt ein katholischer Personalreferent. Als Gründe werden die große seelische Belastung genannt, die hohe Erwartungshaltung der Gläubigen und zu hohe Selbstansprüche. Auch Arbeitsüberlastung sowie Sinnleere und Ausgebranntsein trügen zur Suchterkrankung bei. (Volksblatt 19.7.99)
Könnte es sein, dass die christlichen Seelsorger spüren, dass ihre eigene Seele krank ist, weil sie wissen, dass ihr Amt und ihre Lehre mit Jesus Christus kaum mehr etwas zu tun hat? Dass sie oftmals selbst nicht glauben, was sie in ihrer Predigt verkünden ? Und dass sie diese Paranoia nur noch mit Betäubung aushalten? Kirchenglaube macht krank, die Wahrheit des Jesus, des Christus, macht frei. (W.P. 15/99)
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Bis zu zehn Prozent der Pfarrer sind suchtkrank |
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FRANKFURT/MAIN (EPD): Sieben bis zehn Prozent der Geistlichen in den beiden großen Kirchen der Bundesrepublik haben nach Angaben von Experten ein Suchtproblem. Von den etwa 20 000 katholischen Priestern und 25 000 evangelischen Pfarrern seien .Schätzungen zufolge insgesamt zwischen 3500 und 4500 alkohol- oder tablettenabhängig, schreibt der Psychiater und Psychotherapeut Bernhard Mäulen (Villingen-Schwenningen) in einem Beitrag der im bayerischen Weyarn erscheinenden Sucht-Fachzeitschrift "Konturen". Selbst Bischöfe, Ordensleute, Rabbiner und buddhistische Mönche seien betroffen, ergänzt der katholische Personalreferent Hermann Steur (Rottenburg). Als Gründe für den Griff zur Flasche oder zu Tabletten nennen die Autoren große seelische Belastung, die von außen herangetragene Erwartungshaltung sowie zu hohe Selbstansprüche.. Auch Arbeitsüberlastung sowie die damit zusammenhängende Erfahrung von Sinnleere und Ausgebranntsein trügen bei Geistlichen zur Suchterkrankung bei. Unbehandelte Suchtkranke sterben den Angaben zufolge im Durchschnitt 14 Jahre vor dem statistisch "normalen" Sterbezeitpunkt. Der Arbeitgeber Kirche dürfe die Auseinandersetzung mit betroffenen Pfarrern nicht scheuen, fordern Mäulen und Steur. Nur so bestehe eine Chance auf Heilung. Die beiden Experten plädieren für eine effiziente Hilfe etwa in Selbsthilfegruppen. Vor allem "trockene" Geistliche seien hier eine wertvolle Unterstützung. (Volksblatt v. 19.07.1999)
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Studie: Hochburg der Selbstmörder |
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In der Region Würzburg nehmen sich mehr Menschen das Leben als im übrigen Deutschland Studie: Hochburg der Selbstmörder VON GISELA RAUCH Die Region Würzburg ist die Hochburg der Selbstmörder: Stadt- und Landkreis weisen die höchste Selbstmordrate Deutschlands auf - und zwar konstant seit nahezu einem Jahrzehnt. Gemessen an der Einwohnerzahl brachten sich nirgendwo sonst in Deutschland in den letzten Jahren so viele Menschen um wie im Einzugsgebiet der Bischofs-. Beamten- und Studentenstadt Würzburg. Polizeiangaben zufolge griffen die meisten Selbstmörder zum Strick. Als zweithäufigste Suizid Art gilt einer Statistik der Polizeidirektion Würzburg zufolge das Vergiften, gefolgt von Stürzen aus großer Höhe, ertrinken, Überfahrenlassen und Erschießen. 343 Selbstmorde wurden zwischen 1989 und 1997 in Stadt und Kreis Würzburg erfasst. Bereits die absolute Zahl der Selbstmörder erschreckt - erschreckender noch ist der Vergleich der Würzburger Suizid - Rate mit der bundesdeutschen Suizid - Rate: In Würzburg und Umland gehen bis zu 29 Prozent mehr Menschen freiwillig in den Tod als im übrigen Deutschland. Überdurchschnittlich häufig bringen sich in Würzburg Frauen um. Die Daten wurden von einem Würzburger Forschungsteam unter der Leitung von Professor Dr. Armin Schmidtke erhoben, überprüft und auf Fachkongressen genannt. Schmidtke ist Leiter der Abteilung Klinische Psychologie an der Universität Würzburg und als Suizid-Experte weltweit anerkannt. Würzburg als selbstmordlastiges Gebiet wurde 1985 neben 15 anderen europäischen Regionen mit überdurchschnittlich hohen Suizid-Raten wie etwa Oxford, Helsinki, Innsbruck oder Szeged in Ungarn von der Weltgesundheitsorganisation für ein Projekt zur Erfassung von Suizid-Häufigkeiten und Suizid-Prävention ausgesucht. Ursachenforschung betreibt das Team um Schmidtke seit Beginn des Projekts. Dennoch können die Forscher bislang nicht eindeutig sagen, warum man sich in Würzburg häufiger umbringt als anderswo. Thesen gibt es: "Dass Würzburg eine Studentenstadt ist. ist ein wichtiger Faktor", sagte Schmidtke. Wie Statistiken auch ans Oxford und Innsbruck, beides Uni-Städte, zeigten, seien Studenten gefährdeter als andere Bevölkerungsgruppen. "Sie haben damit zu kämpfen, dass die alten Bindungen gekappt sind, leiden unter Leistungsdruck und Versagensängste, sind oft sozial isoliert", so Schmidtke. Aber nicht nur den Mythos vom unbeschwerten Studentenleben lässt der Suizid-Forscher nicht gelten. Auch die Idylle von der Würzburger Weinseligkeit zerstört er: Höherer Alkoholkonsum in einer Region führt erwiesenermaßen zu höheren Suizid-Raten. Dass klassische Selbstmordauslöser wie Arbeitslosigkeit, Verlust des sozialen Status, Überschuldung, Trennung vom Partner und Krankheit den bürgerlich und gesichert lebenden Würzburgern weniger zu schaffen machen als Bewohnern anderer Städte - das hat die Forscher zunächst irritiert. Mittlerweile hat Schmidtkes Forscherteam aber die Theorie aufgestellt, dass gerade das konservative, stark katholisch geprägte Würzburger Milieu Absteigern das Leben schwer, manchmal unmöglich macht. Schmidtke: .In Berlin oder Frankfurt sind Zehntausende arbeitslos: da fällt einer mehr nicht weiter auf. Wenn in Würzburg einer arbeitslos wird, dann wird darüber geredet, dann fällt der raus, dann ist das eine Schande. (Main-Post v. 03.07.1999)
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Das "Jerusalem-Syndrom" |
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"Protestanten sind besonders anfällig für religiöse Hysterie" Bestimmte Orte der Erde eignen sich dazu, bei manchen Menschen verborgene Schichten freizulegen, mit denen kaum jemand gerechnet hätte. Jerusalem scheint ein solcher Ort zu sein. In ihrem "Magazin" berichtet die Süddeutsche Zeitung am 5.2.99 über das "Jerusalem-Syndrom": Erforscht wurde das Jerusalem-Syndrom von einem israelischen Psychiater. In Kfar Shaul beschäftigt sich der Experte mit all jenen, die im Angesicht der Heiligen Stadt, in der einst Jesus wirkte, den Verstand verlieren.... All die durchgeknallten Touristen ... haben ihn angeregt, sich dem Jerusalem-Syndrom zu widmen. Das war vor zwanzig Jahren. Und seitdem werden selbsterannte 'Apostel' oder 'Erlöser', die allzu störend oder gar bedrohlich herumtollen, diskret eingesammelt und zur Therapie nach Kfar Shaul verbracht. .... Moses, Elias, Samson, Maria Magdalena, Johannes, fast jeder biblischen Gestalt hat Bar E1 schon die Hand geschüttelt - in der Notaufnahme. 470 Fälle von Touristen, die seit 1979 wegen dieses Krankheitsbildes behandelt wurden, hat Bar E1 genau analysiert. Die meisten von ihnen, glaubt er, hatten schon vor ihrer Reise Probleme. Bei vierzig Patienten aber war er sich sicher: keine psychiatrische Vorgeschichte. Alle vierzig waren Protestanten aus Westeuropa und den USA, zumeist Männer. .... Meist suchen sie Stätten aus dem Leben Jesu auf... Dort führen sie magische Zeremonien durch. Mit viel Halleluja und noch mehr Abrakadabra.... Und manche wollen wie Luther das Christentum reinigen und beschimpfen katholische oder orthodoxe Pilger, sie würden nur tote Idole anbeten, Götzen und Steine. ... Lange hat der Doktor darüber sinniert, warum gerade Protestanten so anfällig sind für den frommen Wahn. Und er hat eine Reihe möglicher Ursachen aufgespürt. .... 'Sie richten ihre Gebete an einen unfassbaren Gott, haben keinen Papst, keine Heiligen, wenig Spiritualität. Das macht sie so verwundbar.' (W.P. 4/99)
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Neueste Meldung von den Philippinen |
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Die katholische Nachrichtenagentur KNA berichtete am 14. November über ein ungewöhnliches Ereignis auf den Philippinen. Dort wachsen angeblich einer Jesus-Statue 2 bis 3 echte Zähne. Tausende Pilger sind unterwegs, um die Statue zu berühren. Das “Blutwunder” von Neapel hat sich nach einem Bericht des italienischen Fernsehens pünktlich am gestrigen Todestages des Stadtheiligen San Gennaro wiederholt. In der Kathedrale der Stadt habe sich das als feste Substanz in Ampullen aufbewahrte Blut des Heiligen vor 3000 Gläubigen verflüssigt, hieß es.
In den letzten Wochen häufen sich Meldungen dieser Art. Wo kommt eigentlich ein solcher Aberglaube her? Forscht man in den Aussagen, die uns von Jesus von Nazareth bekannt sind, nach Hinweisen auf solche Vorkommnisse oder auf die Verehrung von Statuen oder Bildern, so bleibt die Suche erfolglos. Schon in den 10 Geboten heißt es “Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst neben mir keine anderen Götter haben!” Diese Statuen- oder Heiligenverehrung stammt aus den verschiedensten heidnischen Kulten, die durch die Katholische Institution als Kirchentradition aufgenommen wurde. Jeder Katholik glaubt per Dogma auch an die Tradition innerhalb der Kirche. Was hat das mit Jesus von Nazareth zu tun?
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