|
 |
 |
 |
 |
 |
Auerbacher Schulschwestern nach Österreich? |
 |
|
Auerbacher Schulschwestern zieht es nach Österreich Neues Kloster für Nonnen Diözese betont aber, kein Auffanglager zu sein AUERBACH/SALZBURG (dpa). — Nach ihrer Absetzung durch den Papst haben die umstrittenen Schulschwestern aus Auerbach in der Nähe von Salzburg ein neues Kloster gegründet. Wie das katholische österreichische Internetmagazin „Kath.net“ gestern berichtete, habe die Salzburger Diözese die Errichtung einer Niederlassung des Auerbacher Klosters in Zell am Ziller genehmigt. Die bisherige Ordensleitung aus Auerbach war vor wenigen Wochen vom Vatikan entlassen worden. Einige der Schwestern sollen dabei auch aufgefordert worden sein, die Oberpfalz zu verlassen. Die Nonnen waren bekannt geworden, weil sie als Lehrkräfte einer Realschule mehrfach staatlich genehmigte Sexualkundebücher zensiert hatten. Zudem sollen die Schulschwestern Kinder mit Erzählungen über die Hölle in Angst und Schrecken versetzt haben. Den meisten der im Landkreis Amberg-Sulzbach als Pädagogen beschäftigten Nonnen wurde wegen des Skandals gekündigt. Während die konservative Haltung der Ordensfrauen innerhalb der deutschen Kirche auf Ablehnung gestoßen ist, haben österreichische Bischöfe sich hinter die Nonnen gestellt. Nach Angaben von „Kath.net“ betonte jedoch ein Sprecher des Erzbistums Salzburg, dass die Diözese kein Auffanglager für Auerbacher Schulschwestern werden wolle. Es gehe nur darum, die Einheit des Ordens der Schulschwestern zu wahren. (NÜRNBERGER ZEITUNG 09.10.2002)
|
 |
 |
Peinlich: Stoiber und „sein“ Pleite-Orden |
 |
|
Mit Hilfe des bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber war dem „Deutschen Orden“ 1998 in Bayern der Status einer „Körperschaft öffentlichen Rechts“ verliehen worden. Stoiber ist selbst Laien-Mitglied des Ordens. Der Umzug von Hessen nach Bayern zahlte sich aus: Der Expansionskurs des Sozial-Multis, der überall in Deutschland marode kirchliche Sozialeinrichtungen aufkaufte und mit rüden Kahlschlag-Methoden „sanierte“, wurde weiterhin von den Banken unterstützt - obwohl damals, auch für Stoiber, schon ein schlimmes Ende absehbar war. Seit Ende 2000 kann der Orden, dessen „Manager“ in Saus und Braus lebten, keine Gehälter mehr zahlen. Doch der so großzügig verliehene Körperschafts- Status macht ein geordnetes Insolvenz-Verfahren unmöglich. Und Stoiber ist abgetaucht — weshalb die Opposition im Landtag nun einen Untersuchungsausschuss plant. Der sollte am besten gleich über die Frage nachdenken, unter welchen Voraussetzungen man einer antisozialen Einrichtung den öffentlichen Status wieder entziehen musste. Die ganze Geschichte ist nach Meinung des Main-Echo (23.2.02) nur „mit dem alten bayerischen Regierungsgrundsatz zu erklären, alles, was aus Richtung der katholischen Kirche komme, sei gut und richtig und als staatstragend zu unterstützen. Vieles hat sich in den vergangenen Jahren geändert, offensichtlich auch das.“ Falls es überhaupt jemals so war, müsste man hinzufügen.
|
 |
 |
|
Druckbare Version
|
|
 |